Zubehör für Deine Drehbank

Wenn Du Dir eine Drehbank zulegen möchtest ist es oft unerlässlich darüber hinaus noch passendes Zubehör zu beziehen. Im Lieferumfang der meisten Hersteller befindet sich zwar schon etwas Zubehör jedoch reicht dieses in der Regel bei Weitem nicht aus. Durch zusätzliche Teile kannst Du die Funktion Deiner Drehbank nämlich umfangreich erweitern und sinnvoll ergänzen.

Ersatzteile für Drehbänke

Achte stets auf eine gute Ersatzteilversorgung deiner Drehbank. Da es sich bei einigen Teilen um Verschleißteile handelt solltest Du für den Notfall Ersatz bereit halten.

Lünette

Die Lünette, auch Setzstock genannt, hilft bei der Bearbeitung langer und/oder weicher Werkstücke. Jenes ist zu lang, wenn es ein Verhältnis von Durchmesser zu Länge von 1:6 überschreitet. Manchmal lässt auch die Form des Werkstücks keine Zentrierspitze zu wodurch eine Lünette verwendet werden muss. Mit dieser kannst Du das Werkstück an einer beliebigen Stelle abstützen.

Drehfutter

Im Drehfutter wird das Werkzeug mit Hilfe eines sogenannten Spannschlüssels zentral eingespannt. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen mit bis zu 6 Backen.
Die meisten Hersteller statten ihre Drehmaschinen standardmäßig mit einem Dreibackenfutter aus. Doch je mehr Backen das Drehfutter beinhaltet, desto präziser lässt sich das Werkstück darin arretieren. Aus diesem Grund sind im Handel für die meisten gängigen Drehbänke auch noch weitere Backenfutter erhältlich.

Handrad

Handräder kommen bei einer Drehmaschine diversen Funktionen nach. Teilweise sind diese im Originalzustand jedoch aus Kunststoff gefertigt. Sollte dieser einmal brechen ist es wichtig schnell Ersatz zu finden. Im besten Fall ersetzt man sie gleich durch eine haltbare Version aus Metall.

Reitstock

Der Reitstock hilft dabei lange Werkstücke abzustützen. Dazu wird er mit einer Zentrierspitze versehen. Um diese sachgerecht einbringen zu können muss zunächst eine Zentrierbohrung vorgenommen werden. Auch dafür eignet sich der Reitstock. Diese ist in der Regel nämlich mit einer Pinole versehen. Somit lässt sich beispielsweise auch ein Bohrfutter einsetzen mit welchem man dann die Zentrierbohrung einbringen kann.

Spindelstock

Der Spindelstock ist der Träger der Arbeitsspindel. In ihm ist oftmals nicht nur diese, sondern auch einiges mehr untergebracht. Oftmals beinhaltet der Spindelstock auch den Motor sowie das Getriebe. Da der Spindelstock für gewöhnlich aber sehr solide gefertigt wird ist ein Austauschen dessen nur in den seltensten Fällen (zum Beispiel bei Verzug) notwendig.

Sinnvolles Zubehör

Neben einer guten Ersatzteilversorgung solltest Du auch noch auf ein möglichst umfangreich erhältliches Zubehör achten. Mit diesem lassen sich die Eigenschaften Deiner Drehbank teils deutlich verändern und verbessern. Mittels Mess- und Prüfmittel kannst Du während der Bearbeitung und im Anschluss Deine Werkstücke kontrollieren.

Schnellwechsler für Reitstöcke

Der Schnellwechsler für den Reitstock ermöglicht einfaches und rasches Wechseln der Funktion dessen. Dabei sind Versionen 2 bis zu 6 unterschiedlichen Aufnahmen erhältlich. Mittels des Schnellwechslers kann man durch simples Verdrehen dessen die Funktion des Reitstocks ändern.

So bietet der Schnellwechsler beispielsweise die Möglichkeit rasch zwischen einem Bohrfutter, einer Schneideisenaufnahme oder eine Zentrierspitze zu wechseln.
Die Nachrüstung eines Schnellwechslers vereinfacht die Benutzung der Drehbank allgemein und ist sehr zu empfehlen.

Mitlaufende Körnerspitze

Die mitlaufende Körnerspitze hilft dabei das Werkstück stirnseitig zu fixieren und abzustützen. Sie wird anhand eines sogenannten Morsekegels (MK) in den Reitstock eingesetzt. Je nach Hersteller muss auf den passenden Morsekegel des Reitstocks oder des Schnellwechslers geachtet werden.
Mitlaufende Körnerspitzen verfügen über standfeste Wälzlager wodurch sie ideal für die Anforderungen einer Drehbank geeignet sind.

Darüber hinaus gibt es auch noch feststehende Zentrierspitzen. Diese sind zwar präziser im Lauf, verfügen aber über keinerlei Lagerung. Um deren Benutzung dennoch langlebig zu gestalten sind sie mit einer Spitze aus Hartmetall versehen. Da beim Gebrauch jener jedoch eine Menge Reibung entsteht sollte hier unbedingt noch zusätzlich Kühlschmiermittel verwendet werden.

Info: Um Zentrierspitzen verwenden zu können muss zunächst noch eine Zentrierbohrung in das Werkstück eingebracht werden.

Drehmeißel

Mittels des Drehmeißels erfolgt die Abtragung des Materials am Werkstück. Je nach gewünschter Ausrichtung dieser wird ein Dreheisen mit einer anderen Form benötigt.
Sie werden in der Regel entweder aus Schnellarbeitsstahl (HSS) oder Hartmetall gefertigt. Je nach Werkstoff sollte das Material des Drehmeißels ausgewählt werden.

Für alle weicheren Werkstücke wie beispielsweise Aluminium oder auch Messing ist Schnellarbeitsstahl die erste Wahl. Um harte Werkstücke aus Stahl zu bearbeiten empfiehlt sich jedoch die Verwendung von Dreheisen aus Hartmetall. Dieser lässt sich zwar auch mit einem HSS Drehmeißel bearbeiten, so stumpft jener aber recht zügig ab. Zusätzlich lässt sich noch sagen, dass man HSS Drehmeißel jedoch auch selbst wieder nachschleifen kann.

Um ein möglichst breites Spektrum an Bearbeitungen abdecken zu können empfiehlt es sich einen umfangreichen Satz Drehmeißel zur Hand zu haben.

Kühlmittel

Das Kühlmittel, auch Kühlschmiermittel genannt, hat gleich zwei wichtige Aufgaben:

Zum einen nimmt es die bei der Bearbeitung reichlich entstehende Wärme auf und führt sie ab. Zum anderen sorgt es für die Schmierung des Schneidprozesses. Dadurch kann die Maßhaltigkeit des Werkstückes verbessert werden und gleichzeitig die Haltbarkeit des Drehmeißels verlängert werden.

Zusätzlich transportieren Kühlschmierstoffe die anfallenden Späne ab und bilden einen Korrosionsschutz für das Werkstück.
Hauptbestandteile des Kühlschmiermittels sind meist Wasser und Öle. Daneben kommen jedoch auch noch weitere Zusatzstoffe zum Einsatz.

Grundsätzlich wird zwischen 2 Arten unterschieden: wassermischbare (sowie wassergemischte) und nichtwassermischbare Kühlschmiermittel.

Die Verwendung und Entsorgung derer unterliegt strengen Bedingungen sowie teilweise gesundheitlichen Gefährdungen. Weitere Informationen hierzu gibt es beim VDI.

Einstellbare Kühlmittelrohre

Mit dessen Hilfe kann man sowohl die Austrittsform als auch die Position des Kühlschmiermittels festlegen. Einige Drehbänke sind hier von Werk aus suboptimal ausgestattet was gegebenenfalls eine Nachrüstung sinnvoll macht.

Prüfmittel

Anhand von Prüfmittel lassen sich die fertigen Arbeiten überprüfen. Ein gutes Beispiel dafür sind Prüfmittel für Gewinde. Anhand derer kann man festlegen, ob das geschnittene Gewinde seinen Zweck erfüllt oder nicht.
Mit einem Prüfmittel lässt sich lediglich die Aussage treffen, ob das Werkstück in Ordnung ist oder nicht.

Messmittel

Messmittel sind für präzise Arbeiten unerlässlich. Mit deren Hilfe kann sowohl die Drehbank selbst als auch das Werkstück vermessen und überprüft werden. Die gängigsten Messmittel beim Drehen sind zum einen die Messuhr und zum anderen der Messschieber.
Durch die Messuhr kann der Rundlauf des Werkstücks, und damit auch der Arbeitsspindel, gemessen werden. Dieser sollte 0,01 mm nicht überschreiten.

Mit dem Messschieber können allerlei Maße genommen und überprüft werden. Mit ihm kann sowohl der Außen- und Innendurchmesser als auch die Tiefe gemessen werden.

Über mich

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Servus, Jörg mein Name, passionierter Bastler, Werkler, Schrauber und natürlich Dreher ;)
Der Blog soll euch genauso viel Freude machen wie mir - und für alle Neulinge einen fundierten Einstieg in die Welt der Drehbänke!

Kontakt

Jörg Eiberger
eMail: mail@drehbank.co

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